Maine Coon Haltung

Der Maine Coon BARF Guide!

Biologisch Artgerechte Rohfleisch Fütterung. Das steckt hinter dem Wort BARF. Das Thema BARF ist umfassend und benötigt für alle Neu-Einsteiger Aufklärung.

Mein Lebenspartner und ich BARFen mit unseren zwei Katzen aktuell nicht. Unsere Beiden sind leider nicht auf den Geschmack gekommen. Dies hat nichts mit der Katzen Rasse zu tun. Unseren Beiden hat es schlichtweg einfach nicht geschmeckt.

Heutzutage ist die Bandbreite und Vielfalt an Möglichkeiten in puncto Katzenfutter enorm. Für jede Katzenrasse, jede Altersgruppe, mit oder ohne Getreide und Zucker ist für jede Katze das richtige Schlemmermenü mit Sicherheit dabei.

Die Auswahl beschränkt sich nicht nur auf Trocken- und Nassfutter sondern auch wie aktiv deine Katze überhaupt ist. Ist sie eine reine Wohnungskatze, kann sie eher zu Übergewicht tendieren. Hat deine Katze jedoch täglichen Freigang, braucht deine Katze ein stärkeres Immunsystem.

In diesem Artikel beschäftige ich mich rund um die Rohfleisch Fütterung und was du dringend beachten solltest!

BARF für Maine Coon

Jede Katze ist ein reiner Fleischfresser. Das heißt, deine Maine Coon braucht hochwertige Nahrung die im besten Fall zu 90 Prozent aus Fleisch besteht. Orientiere dich so gut wie möglich immer an die natürlichen Bedürfnisse einer Katze. Was isst eine Katze in freier Wildbahn?

Deine Maine Coon braucht zwingend das Protein Eiweiß, Kalzium und die Aminosäure Taurin, welche du ihr nur durch fleischliche Nahrung und zusätzliche Mineralstoffe zur Verfügung stellen kannst. Jegliches Eiweiß aus pflanzlicher Nahrung, kann deine Maine Coon nicht verwerten.

Bekommt dein Vierbeiner weder genügend Kalzium sowie Taurin, dann wird sie schwer krank. Im schlimmsten Fall endet diese Vorgehensweise mit einem frühzeitigen Tod.

Bei eintretender Krankheit, aufgrund fehlender Zusätze, führt dies zu hohen Behandlungskosten und verringert die Lebensqualität und die Lebensdauer deiner Fellnase. Wir möchten aber eine glückliche, gesunde und ausgeglichene Katze haben.

Pflanzliche Eiweiße sind auf vielen minderwertigen Nassfuttersorten als „tierische Nebenerzeugnisse“ deklariert.

Eine richtige Taurinquelle ist die Verfütterung von Herzen. Damit deine Maine Coon einen ausgeglichen Kalzium-Haushalt hat, solltest du ihr Eintagsküken und Mäuse anbieten.

Hochwertiges Frischfleisch solltest du beim regionalen Metzger kaufen und diese dann roh verfüttern. Keinesfalls sollte das Fleisch im Supermarkt nebenan gekauft und verfüttert werden.

Des Weiteren sollte deine Katze kein Schweinefleisch essen. Schweinefleisch kann ein Herpesvirus namens Aujesky-Virus enthalten, dieser ist für uns Menschen nicht empfänglich jedoch für Hunden und Katzen tödlich.

Herzen, Geflügel sowie Rind sind kein Problem. Zum BARFen gehören auch gute tierische Öle, wie das Lachsöl dazu. Weitere Fleischsorten wie vom Lamm, Pferd, Ziegen, Wild und Kaninchen können auch bedenkenlos verfüttert werden und runden das Ganze nochmal ab.

Durch die unterschiedlichen Fleischsorten bleibt die Ernährung immer vielseitig und wird nicht langweilig. Schließlich essen wir ja auch nicht Tag ein Tag aus ein und dasselbe, oder?

Wie viel Gramm Rohfleisch und lebensnotwendige Zusätze wie das Taurin und das Lachsöl du deiner Maine Coon geben darfst, hängt immer vom Alter und dem Gewicht deiner Maine Coon ab.

Dies kannst du problemlos bei einem Tierarzt oder bei einem Tierheilpraktiker vorab erfragen.

Wie stelle ich auf BARF um? Ist BARF nur von Kitten-Alter an empfehlenswert?

BARFen, also die Rohfleisch Fütterung ist um genau zu sein, die beste Fütterung die du deiner Katze im Allgemeinen überhaupt anbieten kannst. Als reine Fleischfresser bekommen deine Maine Coon genau das was sie für eine top Gesundheit benötigen.

Und da Maine Coon recht groß werden, sollte man auch darauf achten, dass sie während ihrer Wachstumsphase die bis zum vierten Lebensjahr andauert, bestes Futter bekommen. Selbstverständlich vom regionalen Metzger nebenan.

Des Weiteren hast du auch die Möglichkeit in vielen Zoofachgeschäfte BARF-Futter in gefriergetrocknetem Zustand zu erwerben. Ob frisch oder aus der Tiefkühltruhe spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass es roh ist. Die Menge des Fleisches ist abhängig von Alter und Gewicht.

Hier solltest deinen Tierarzt zu Rate ziehen. Dieser wird die dann genau erklären können, welche Mengen wann angemessen sind.

Ein weiterer essentieller Punkt sind die zusätzlichen Mineralstoffe die du neben BARF unbedingt mit zu den Mahlzeiten verabreichen musst. Die Rede ist von Taurin, Lachsöl und Kalzium. Vor allem Taurin ist für alle Katzenrassen lebensnotwendig. Der fehlende Zusatz Taurin führt zu Herzmuskelschwäche und Blindheit. Hier bekommst du ganz einfach Taurin!

Rohe Knochen eignen sich hier am besten. Achte aber darauf, dass du weder gekochte noch aufgewärmte Knochen verfütterst. Das Risiko, dass diese splittern ist extrem hoch. Auch hier kannst du mit deinem Tierarzt abklären, welche Dosis angemessen ist und wie oft am Tag diese verabreicht werden sollte.

Das gilt sowohl als Zusatz zum frischen Fleisch oder Tiefkühl-BARF. Solltest du dich für die Tiefkühl Variante entscheiden, musst du folgendes beachten. Katzenfutter sollte immer in Zimmertemperatur verfüttert werden.

Andernfalls kann das zu Durchfall und schlimmeren führen. Das Fleisch sollte zum Verzehr weder gebraten noch vorgekocht werden. Frisch oder bei Zimmertemperatur aufgetaut sind optimal. Hast du erstmal die Grundkenntnisse über BARF gelernt, ist es wirklich easy.

Wenn du dein Maine Coon Kitten von Anfang an mit rohem Fleisch fütterst, wird es sich schnell daran gewöhnen und ist bestens ernährt.

Gelistete Kurz Informationen/Beispiele angeben

Hier habe ich für dich nochmal die Grundkenntnisse über BARF aufgelistet:

  • fange ab Kittenalter mit BARF an
  • viel frisches Fleisch, mindestens 90 Prozent geben
  • Tiefkühl-BARF/Fertig-BARF eignen sich ebenfalls
  • Salzwasserfische wie der Alaska-Lachs kannst du ohne Bedenken verfüttern
  • Zusätze wie Lachsöl gehören zu der täglichen BARF Ernährung dazu
  • Als Taurinquelle eignet sich die Verfütterung von Herzen, alternativ wenn Herzen nicht schmecken dann unbedingt als Zusatz Grünlippmuschelpulver
  • Als Kalziumquelle Knochen verfüttern in Form von Küken und Mäusen, alternativ muss Eierschalenpulver verfüttert werden

Auf keinen Fall solltest du folgendes verabreichen:

  • Schweinefleisch ist tabu!
  • Pazifik-Lachs ist ebenfalls tabu!
  • Fleisch oder Fisch weder kochen, braten oder anderweitig wärmen
  • Fleisch oder Fisch roh und natürlich verfüttern, niemals würzen!
  • Futter immer bei Zimmertemperatur servieren
Was für uns Menschen gesund ist, kann Katzen vergiften, deswegen:
  • Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch sind tabu für den Stubentiger, diese führen zu Vergiftungen
  • Kohl, Kartoffeln sowie Hülsenfrüchte kann eine Katze nicht verdauen und haben in einer artgerechten Katzen Ernährung nichts zu suchen
  • Steinobst darf auch nicht verfüttert werden

Katzen vertragen weder Obst noch Gemüse. Halte dich also bei der Ernährung strikt daran und deine Maine Coon wird es dir mit top Gesundheit danken! Du kannst neben BARF auch weiterhin hochwertiges Trockenfutter mit hohem Fleischanteil verfüttern.

Das Trockenfutter sollte kaltgepresst sein. Achte darauf dass weder Getreide, Zucker, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, künstliche Lock- sowie Geruchsstoffe enthalten sind.

Das für mich beste Trockenfutter ist von Orijen – das bekommst du hier!

Im nächsten Abschnitt möchte ich dir Unterschiede zu BARF und Fertig-BARF erläutern, damit du bestens informiert bist und loslegen kannst!

Frisches Fleisch vs Fertig-BARF!

Ob frisches Fleisch besser als Fertig-Barf ist, sei dahin gestellt. Das liegt wirklich ganz an dir und an erster Stelle an deinem Vierbeiner. Fertig-BARF lässt sich auch gut lagern und muss nicht so rasch verbraucht werden wie frisches Fleisch.

Frisches Rohfleisch kann aber in größeren Mengen bei deinem Lieblingsmetzger bestellt werden und zuhause in den Tiefkühlschrank in abgefertigten Portionen gelagert werden. In puncto Preis ist Fertig-BARF nicht günstiger als frisches Fleisch.

Hier musst du einfach mal austesten, was deiner Maine Coon einfach am besten mundet. BARFen ist ein ticken teurer im Vergleich zu hochwertigen Nassfutter mit hohem Fleischanteil. Das was deiner Maine Coon von Anfang an schmeckt, solltest du auch langfristig verfüttern, damit bist du auf der sicheren Seite.

BARF bei deiner Jungkatze

Fange im Kittenalter an, denn eine Futterumstellung zu einem späteren Zeitpunkt führt dazu, dass deine Katze dass nicht sofort verträgt. Hier musst du langsam und mit Geduld an die Sache ran gehen.

Folgen wie schwerer Durchfall könnten dann die Konsequenz der Futterumstellung sein.

Selbstverständlich kann dies auch bei deinem Kitten passieren. Sollte dies über mehrere Tage andauern, steige auf hochwertige Nass- und Trockenfutter um. Auf gar keinen Fall zwingen wir an dieser Stelle unsere Fellmonster dazu, irgendetwas zu essen, was einfach nicht schmeckt.

Schon gar nicht wenn deine Katze durchgehend Durchfall davon hat!

Wenn es nicht schmeckt dann schmeckt es nicht. In den meisten Fällen freunden sich Kitten aber schnell mit BARF an. Die Futtermenge richtet sich immer nach Alter, Gewicht und Aktivität deiner Katze. Hierzu solltest du immer dein Tierarzt zu Rate ziehen!

BARF bei ausgewachsenen Katzen

Je nach Rasse ist deine Katze mit sechs bis dreizehn Monaten ausgewachsen. Ausgewachsene Katzen reagieren oftmals schlecht auf eine Futterumstellung. Dies ist schwierig und nicht immer umsetzbar.

Nichts desto trotz kannst du versuchen, deiner ausgewachsenen Maine Coon als Leckerli mit einer solchen Ernährung zu loben.

Probiere es mal mit einem Küken aus oder einer Maus. Vielleicht schmeckt das deinem Stubentiger und kannst den gewohnten Essensplan deiner Maine Coon etwas aufpeppen!

BARF Vorteile:

  • BARF ist artgerecht
  • BARFen ist besser für die Umwelt (kein Verpackungsmüll wie Aluschälchen, Dosen oder Tütchen)
  • glänzendes Fell
  • stärkere Knochen
  • Immunsystem ist gestärkt
  • gesundes Gewicht
  • optimale Verdauung
  • weniger Stuhlgang
  • Mundgeruch wird gemindert
  • kaum Zahnprobleme wie Entzündungen oder Zahnstein
  • gesunde Statur
  • ausgeglichenes Wesen
  • Krankheitsrisiko sinkt
  • Lebenserwartung und die Lebensqualität steigen

BARF Nachteile:

  • Durchfall bei Umstellung
  • Die Mengen an Fleisch, Nähr- und Wirkstoffen sind abhängig von der Größe, dem Gewicht, dem Alter und der Aktivität, hierzu immer vorab Tierarzt fragen und beraten lassen!
  • Aufwand bei der Vorbereitung ist höher, Fleisch muss geschnitten, gegeben falls püriert werden. Rationen für den Tiefkühlfach müssen vorbereitet werden
  • Krankheitserreger im Fleisch könnten ein Risiko sein, immer auf ausreichende Kühlung und eine hygienische Verarbeitung achten
  • BARF ist im Vergleich zu fertigen Nassfutter teurer, da zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel besorgt werden müssen

Was du noch über BARF wissen solltest!

Ist BARF für Allergiker geeignet?

Ja, BARF eignet sich bestens für Allergiker. Kämpft deine Maine Coon mit Magen-Darm-Schwierigkeiten oder leidet unter starkem Juckreiz, dann ist eine Futtermittelallergie der Grund. Es reichen schon wenige Bestandteile von Fertigfutter, die zu einer Allergie führen könnten, aber nicht zwingend müssen.

Wir Menschen sind ja auch unterschiedlich und vertragen das eine mehr als das andere. Wichtig ist immer, den wahren Auslöser zu finden und zu eliminieren. Selbst zusammengestellte Futterrationen in Form von BARF eignen sich optimal.

Du weißt was drin steckt. Und zwar pures Fleisch. Alternativ eignen sich neben BARF hypoallergene Protein-Diäten. Finde die passende Zusammenstellung, die deine Maine Coon verträgt.

Ist BARF gut für die Zähne?

Hier scheiden sich die Geister. Voll und Ganz sollte man meines Erachtens nicht auf gutes Trockenfutter verzichten. Die Konsistenz von Fertigfutter ist eher weich und reinigt die Zähne eher weniger. Dafür benötigt das Futter eine andere Struktur.

Rohfütterung ist geeigneter als Fertig-Futter. Zumal es immer positive Alternativen gibt wie Zahnpflegesnacks und speziell für die Zahnpflege abgestimmte Futtersorten. Viele Katzenbesitzer gewöhnen ihre Kitten auch an das Zähneputzen.

Die Kombination aus hochwertigem Nass- und Trockenfutter hat sich bei uns durchgesetzt. BARF wurde nie angenommen und mit dieser Ernährung hatten unsere beiden bisher noch nie ein Problem gehabt.

Dies ist nicht zwingend notwendig. Solltest du dennoch Zahnwehwechen bei deiner Maine Coon erkennen, solltest du mit deinem Tierarzt abklären, welche Alternativen für die Zahnsteinentfernung in Frage kommen würden.

Ist BARF für kranke Katzen (FIV oder nierenkranke Katzen) geeignet?

Sollte eine FIV Krankheit vorliegen, dann ist BARF keine Alternative. Durch die geschwächte Immunschwäche, kann die Abwehr nicht sauber arbeiten. Potenzielle Krankheitserreger wie Keime oder Parasiten, die bei der Rohfütterung auftreten können, sind in der Regel für gesunde Katzen kein Problem.

Bei FIV-Patienten kann das Abwehrsystem diese nicht bekämpfen. Wenn dein Vierbeiner schwer Nierenkrank oder unter Harnsteinen erkrankt ist, dann ist BARFen definitiv keine gesunde Option.

Der im Fleisch enthaltende Phosphorgehalt ist viel zu hoch und würde die Erkrankung nur noch mehr vorantreiben und damit verschlimmern. Hier solltest du auf jeden Fall viel Feuchtfutter einplanen. Eine ausreichende Wasseraufnahme spielt bei dieser Erkrankung eine zentrale Rolle. Auf Trockenfutter sollte verzichtet werden.

Im Erwachsenenalter ab dem 13. Monat bis zum 12. Lebensjahr, kannst du für eine ausgewogene Ernährung mit jedem Futter, welches die Bedürfnisse deine Maine Coon abdeckt sorgen. Egal ob BARF, Fertig-BARF, hochwertiges Nass- und Trockenfutter.

Wichtig ist einfach, ab Kittenalter damit anzufangen. Eine gute Kombi von allem macht es wesentlich einfacher für dich und deiner Maine Coon, dass sie eher dazu gewillt ist, neues Futter anzunehmen.

Wenn du ab sofort mit BARFen beginnen möchtest, dann informiere dich im Vorfeld von deinem Tierarzt gründlich über den Nährstoffgehalt deiner Katze. Alle notwendigen Mineralstoffe können mengenmäßig berechnet und angepasst werden. Dann steht dem nicht mehr im Wege.

Ein klares ja für BARF kann ich nicht geben. Es kommt auf deine Katze an. Das was sie verträgt und das was sie auch gerne isst, spielen eine Rolle.

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